HSG schöpft neue Hoffnung: Pforzheimer Handball-Drittligist siegt nach furiosem Start

6. März 2017 9:52 Uhr 1. Frauen (Pforzheimer Zeitung)

Bestens aufgelegt: Steffi Kurstak beim Sieg gegen Regensburg. Becker

Die Handballerinnen der HSG Pforzheim haben sich noch nicht abgeschrieben. Mit einem 26:23 (13:12)-Heimsieg gegen den ESV Regensburg am Samstagabend in der Fritz-Erler-Sporthalle holte der Drittligist zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

Die Mannschaft von Trainer Matthias Schickle ist zwar immer noch Tabellenletzter, verkürzte jedoch den Abstand zum rettenden Ufer.

„Die ersten 15 Minuten gegen Regensburg waren erste Sahne“, sagte Schickle zum furiosen Start gegen den ESV. Anika Henschel, Deborah Rupf, Steffi Kurstak (2), Alice Steegmüller sowie Luisa Dieckmann brachten die HSG bei einem Gegentor von Lisa Haberkorn mit 6:1 in Führung (7. Minute). Daraufhin nahmen die Gäste erstmal eine Auszeit.

„Wir hatten den Gegner gut im Griff“, war Schickle mit dem Abwehrverhalten seiner Mannschaft sehr zufrieden. Die ansonsten so gefährlichen Regensburger Rückraumspielerinnen Franziska Peter und Lavinia Albescu kamen überhaupt nicht zum Zuge.

Erst als Schickle durchwechseln musste, erhielt das Pforzheimer Spiel einen kleinen Bruch, die Gäste kamen über 7:11 (21. Minute) auf ein Tor heran. Mit einer knappen 13:12-Führung ging es für die HSG in die Kabine.

Der Start aus der Pause mit den ersten Sechs sorgte dann für einen Drei-Tore-Vorsprung der Gastgeberinnen. Mit einem an diesem Tag starken Angriffsspiel wie auch konsequenten Abwehrverhalten führte Pforzheim mit 16:13 (36.) und 19:16 (43.). Dieses Drei-Tore-Polster verteidigten die Pforzheimerinnen bis zum 26:23-Endstand – mit etwas Glück (Regensburg verzeichnete einige Pfostentreffer), aber vor allem auch mit ganz viel Können. Matthias Schickle lobte vor allem die „ganz starke Leistung“ von Torfrau Christin Bub in Verbindung mit dem dominanten Abwehrverhalten, sowie das „starke Zusammenspiel“ von Steffi Kurstak und Anika Henschel.

„Kleines Geschmäckle“

Ärgerlich aus Pforzheimer Sicht, sind allerdings die beiden Punkte, die der ebenfalls abstiegsbedrohte TV Brombach am grünen Tisch gutgeschrieben bekam, weil in der Partie gegen den „Nachbarn“ HSG Freiburg eine Akteurin nicht spielberechtigt gewesen war. „Das hat schon ein kleines Geschmäckle“, sagt Schickle diesbezüglich. Der Abstand zu Brombach könnte geringer sein.

Trotzdem will die HSG weiter Vollgas geben. „Wir haben nun gemerkt“, so Schickle, „wenn wir uns reinknien, dann können wir uns auch selbst belohnen.“ Die nächsten Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sollen vor allem in den Heimpartien am 11. März gegen Möglingen und am 8. April gegen Mitkonkurrent Birkenau geholt werden.

Autor: Dominique Jahn

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