Frauen-Handball 3. Liga: Der HSG läuft die Zeit davon

21. November 2016 9:40 Uhr 1. Frauen (Pforzheimer Zeitung)

Die HSG mit Steffi Kurstak (am Ball) und Janna Münst (links) hatte im Heimspiel gegen den TSV Kandel (in Schwarz) mit 26:27 das Nachsehen. Foto: Becker

Pforzheim. Die HSG hat gut angefangen und gut aufgehört, in der 3. Handball-Liga aber dennoch verloren. Die Pforzheimerinnen mussten sich dem TSV Kandel letztlich mit 26:27 (12:12) geschlagen geben. Ein Sieben-Tore-Rückstand, den sich das Team von Trainer Matthias Schickle bis zur 49. Minute einfing, erwies sich als zu große Hypothek.

Wichtig war Schickle, das Positive festzuhalten, zum Beispiel, dass es mit dem Zwischenstand von 4:0 ja gut losgegangen war. Und auch, dass, obwohl man den Start in die zweite Hälfte „wieder verpennt“ hat, ein Erfolg möglich gewesen wäre. Als Schickle die Deckung von 5:1 auf 4:2 umstellte und er im Tor mit der Hereinnahme von Christin Bub für Lisa Rapp einen neuen Akzent setzte, außerdem die Torfrau bei Angriffen konsequent durch eine zusätzliche Feldspielerin ersetzt wurde, kam eine Aufholjagd in Gang. Auch die Order des Trainers, schneller zu spielen, wurde nun umgesetzt, so dass der Rückstand am Ende nur ein Tor betrug.

Alles gelang trotzdem nicht, so scheiterten Annika Henschel und Janna Münst in der Schlussphase, als jeder zusätzliche Treffer den Unterschied hätte machen können. „Wer Verantwortung übernimmt, muss auch damit leben, mal Fehler zu machen“, sagte Trainer Schickle nach der Niederlage, die er „mega-ärgerlich“ nannte. Mit den Schiedsrichtern Sebastian Meiler und Patrick Müller war er nicht zufrieden. Gar nicht mal, weil der HSG-Trainer klare Fehler erkannt hätte. Für Schickles Empfinden war es aber so, dass bei engen Entscheidungen regelmäßig ein Pfiff gegen sein Team erfolgte.

Seit vergangener Woche arbeitet die HSG mit einem Fitness-Trainer. Andreas Savio nährt Schickles Hoffnung, dass der Tabellenletzte (1:15 Punkte) 2016 noch die ersten beiden Siege holt.

Autor: PZ

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