EuroGoldCup: Festival der Handball-Nachwuchspieler

16. Juni 2016 9:05 Uhr Verein (Pforzheimer Zeitung)

So freuten sich die Füchse Berlin 2015 über den Sieg beim EuroGoldCup in Pforzheim. Foto: Gössele

Eine Medaille für die deutsche Handballball-Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro, vielleicht sogar die Goldene, und dann von Brasilien zurück nach Berlin und von dort nach Pforzheim, um beim EuroGoldCup mit dem Nachwuchs der Reineckendorfer Füchse den Erfolg vom Vorjahr zu wiederholen – für Bob Hanning stehen im August intensive Wochen bevor.

Wie eigentlich immer, denn der 48-Jährige lebt für und mit dem Handball. Er ist Vizepräsident des Deutschen Handball Bunds, Marketing-Geschäftsführer und Manager der Reineckendorfer Füchse sowie Trainer der A-Jugend, die den EuroGoldCup 2015 im Endspiel gegen den THW Kiel gewonnen hatten. Der FC Barcelona belegte den dritten Platz vor der SG Pforzheim/Eutingen. Am 27./28. August wird dieses Turnier in der Fritz-Erler-Halle zum fünften Mal ausgetragen – mit der „Pforzheimer Zeitung“ als Medienpartner.

Nicht mit dabei sein wird der Nachwuchs des neuen deutschen Meisters, der Rhein-Neckar Löwen. „Die SG Kronau Östringen hatte zuletzt etwas enttäuscht. Und wir wollen unseren Besuchern beim EuroGoldCup auch etwas Neues und dies mit den besten Mannschaften bieten,“ sagt Chef-Organisator David Bregazzi der veranstaltenden HSG Pforzheim. Daher sind dieses Mal auch Großwallstadt und Friesenheim nicht mit dabei. Das habe dem Löwen-Jugendtrainer natürlich nicht gefallen. „Aber es war ja keine Ausladung, sondern eine Nicht-Einladung,“ habe er den Verantwortlichen im Nordbadischen zu verstehen gegeben. Zudem wären von dort oftmals nicht die beste Mannschaft angetreten.

Dafür war in Schaffhausen die Freude groß, denn die „Kadetten“ werden nach Pforzheim kommen. „Wir wollten Sie schon im vergangenen Jahr dabei haben,“ bemerkt Bregazzi, doch Marco Luythi, Trainer der U19-Elite habe damals abgesagt, denn: „Wenn ich die Namen der Teilnehmer sehe, dann sind wir noch nicht gut genug,“ habe er betont. Mittlerweile war die U17 schweizer Meister und es wird eine starke A-Jugend erwartet. Mit dabei sind auch neben den beiden Vorjahresfinalisten aus Berlin und Kiel der FC Barcelona, der SC Magdeburg (aktuell deutscher Vizemeister), die SG Flensburg-Handewitt, JSG Balingen und die SG Pforzheim/Eutingen als Lokalmatadoren und EuroGoldCup-Gewinner von 2014.

Sicher, so Bregazzi, habe es Stimmen gegeben, warum vier Mannschaften aus dem Norden im Achter-Feld dabei sind. „Aber von dort kommt eben der beste Nachwuchs“, erklärt er. Und schließt das Team von DHfK Leipzig mit ein, das in der Ost-Gruppe startet und seinen Vorjahrestriumph wiederholt hat. Diese Mannschaft werde wohl die Option für 2017 sein, „wobei wir dann jedoch wieder jemand anderen enttäuschen müssen, dass er in Pforzheim nicht teilnehmen kann.“

Längst hat sich der EuroGoldCup als Spitzenturnier in Deutschland etabliert. „Und das wollen wir auch als Aushängeschild für Pforzheim bleiben, zu mal ja der Goldstadt Cup der Reiter und das internationale A-Jugend-Fußballturnier des CfR Pforzheim derzeit nicht stattfinden. So sorgen wir neben dem Goldstadtpokal im Tanzen für internationalen Glanz in der Goldstadt“, unterstreicht David Bregazzi. Der freut sich, dass der Absprung eines Sponsors kompensiert werden konnte. Die Siegerpokale und Medaillen für die Spieler sind in Auftrag gegeben, am 5. Juli findet die Auslosung für die beiden Gruppen statt, in denen die acht A-Jugend-Teams antreten werden. Dazu wird neben Bob Hanning noch ein weiterer prominenter Gast erwartet: Handball-Legende Klaus-Dieter Petersen, Europameister von 2004 und Silbermedaillengewinner von Athen 2004, hat es auf 340 Länderspieleinsätze gebracht. Er ist Jugendkoordinator beim THW Kiel.

Karten für den EuroGoldCup im Vorverkauf: jeweils für beide Turniertage 30 Euro Familienkarte, 15 Euro Erwachsene und zehn Euro Ermäßigte im Internet unter www.euro-gold-cup.de

Autor: Thomas Frei

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