Auf Handballer warten Herausforderungen

13. Juni 2016 9:11 Uhr Handball (Pforzheimer Zeitung)

Gewählte und Geehrte zeigt das Bild vom Kreistag des Handballer mit (von links) der scheidenden Minibeauftragen Beate Lupus, Klaus Händler von der HSG Pforzheim (Kreismeister Frauen), dem geehrten Alexander Bossert, Kreisvorstandsmitglied Wolfgang Lipps (Jugend), dem Kreisvorsitzenden Thomas Dörflinger, Karl-Heinz Kocher vom TV Calmbach (Kreismeister Männer), dem geehrten Wolfgang Taafel, sowie den Vorstandsmitgliedern Frank Fahr (Schiedsrichterwesen), Gabi Lotterer (Gleichstellungsbeauftragte) und Erich Wolf (Spieltechnik). Glauner

Dass sich in den vergangenen drei Jahren einiges bewegt hat, war den Delegierten der Pforzheimer Handballer beim Kreistag im Sportheim der TG 88 Pforzheim klar. Dass die anstehenden Aufgaben in den nächsten vier Jahren – so lange dauert die Amtszeit der neu gewählten Vorstandschaft künftig – kaum weniger werden, ist den Vereinsvertretern nun auch bewusst. Dies betrifft vor allem Neuregelungen in der Spiel- und Rechtsordnung, die ab dem Spieljahr 2016/2017 anstehen.

Der Handballkreis Pforzheim nimmt die Herausforderungen mit einer bewährten Mannschaft in Angriff. Der Kreisvorsitzende Thomas Dörflinger, seine Stellvertreter Erich Wolf (Spieltechnik), Wolfgang Lipps (Jugend), Thomas Ufrecht (Finanzen) und Erich Grösser (Recht) stellten sich wieder zur Verfügung. Hinzu kommen Frank Fahr (Blau Gelb Mühlacker), als Vertreter der Schiedsrichter sowie Gabi Lotterer (TG 88 Pforzheim) als Gleichstellungsbeauftragte.

Thomas Dörflinger stellte in seiner Rede mit Stolz fest, dass der Pforzheimer Handball mit drei Dritt-Bundesligisten so gut wie noch nie aufgestellt ist. Doch die demografische Entwicklung machen allen Verantwortlichen große Sorgen. Die die Anzahl der Mannschaften werde von Saison zu Saison kleiner. Mit dem TV Brötzingen und dem PSV Pforzheim haben sich zuletzt sogar zwei Vereine vom Spielbetrieb abgemeldet.

Diskussion um Gebietsreform

Einigen Wirbel gab es wegen der Neueinrichtung einer ab der Spielrunde 2016/2017 zwischen Badenliga und Landesliga angesiedelten weiteren Liga, der Verbandsliga sowie des Punkteabzugs wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls. Beiden Maßnahmen lagen Beschlüsse des Verbandspräsdiums zugrunde, auch wenn es dafür im südlichen Bereich des Verbandsgebietes – dazu zählt auch Pforzheim – keine Mehrheit gab.

Für die Zukunft zeichnen sich weitere einschneidende Veränderungen ab. So steht den Handballern eine Diskussion um eine Verbands-Gebietsreform ins Haus. Dabei stellt sich auch die Frage, ob die Kreise Karlsruhe, Bruchsal und Pforzheim auf Dauer eigenständig bleiben können. Einen Schritt in Richtung Zusammenarbeit haben die Kreise Pforzheim und Bruchsal mit der Zusammenlegung ihrer Kreisligen für Frauen und Männer in einer Bezirksliga bereits zur kommenden Saison vollzogen.

Zeitnah wird es zudem Regeländerungen geben. Die betreffen das Doppel- und Zweitspielrecht, die Bewertung des Zeitspiels und der Einführung einer blauen Karte, mit der man Regelverstöße in den letzten 30 Sekunden eines Spieles härter ahnden kann, um damit den Spielausgang noch spannender zu machen.

Ehrungen gab es beim Handball-Kreistag auch. Die silberne Ehrennadel des Badischen Handball-Verbandes gab es für zwei verdiente Handball-Funktionäre. Wolfgang Taafel wurde für die großartige Leistung und Grundlagenarbeit bei der TGS Pforzheim geehrt, die unter seiner Leitung von der Landesliga in die 3. Bundesliga aufstieg. Alexander Bossert von der SG Pforzheim/Eutingen wurde für die erfolgreiche Arbeit als Trainer von BHV-Jugendauswahlmannschaften ausgezeichnet. Ein Blumengebinde bekam zudem die langjährige Mini-Beauftragten des Kreises, Beate Lupus.

Bericht bei PZ-Online anzeigen >

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