HSG-Frauen bieten dem großen Favoriten lange Paroli

28. September 2015 9:15 Uhr 1. Frauen (Pforzheimer Zeitung)

Anika Henschel(13) beim Sprungwurf Foto: Henrich

PFORZHEIM. „Von dieser Mann­schaft darf noch einiges erwartet werden.“ Matthias Cullmann zeigte sich selbst überrascht, mit welch geschlossener Mann­schaftsleistung sich seine rund­erneuerte Mannschaft der HSG Pforzheim bei der 25:28 (12:12)­Niederlage gegen den SV Allens­bach am Samstagabend in der 3. Liga der Handball-Frauen prä­sentierte. Dabei fehlten dem HSG-Coach mit Franziska Rami­rez und Alexa Buck noch zwei der Neuerwerbungen. Von ihnen erhofft er sich mehr Durch­schlagskraft aus dem Rückraum und mehr Erholungsphasen für Nastja Antonewitch und Anika Henschel, die fast die ganzen 60 Minuten durchspielen mussten.
Mit der Empfehlung von 45 Treffern aus der Begegnung gegen Regensburg war der Zweit­liga-Absteiger Allensbach in der Fritz-Erler-Halle angetreten. Dass die Tormaschine der Gäste nicht auf Touren kam, dafür zeichneten Torfrau Melanie Brei­nich und eine bewegliche 6-0- Abwehr verantwortlich. Breinich ist ein talentiertes Eigenge­wächs, das bisher in der zweiten Mannschaft (Badenliga) ver­steckt war. In der Abwehr über­zeugte der Innenblock mit Neu­zugang Alice Steegmüller und Anika Henschel.
Weil Breinich anfangs fast alles parierte, führte Pforzheim bis zur 15. Minute mit 6:3. Ein Zwi­schenspurt mit vier Treffern über die Außenpositionen zeigte dann aber, welches Potenzial im Angriff der Gäste steckt. Bis zum 12:12 Pausenstand gab vor allem Nastja Antonewitch immer wie­der die Antwort auf die Allensba­cher Führungen.
Zehn Minuten nach der Pause mit unkonzentrierten Würfen, technischen Fehlern und einer Zeitstrafe gegen Pforzheims elf­fache Torschützin Antonewitch ließen Allensbach dann mit sechs Toren in Serie auf 18:12 wegziehen.
spannende Schlussphase
Die Partie schien entschieden. Doch nun drehte bei der HSG Kamila Vyslouzilova auf der lin­ken Außenbahn auf. Und als So­phia Sommerrock zum 16:18 ge­troffen hatte, stand das Spiel er­neut auf der Kippe. Hoch brisant die Schlussphase, in der Vyslou­zilova zum 23:25 (57.) traf und Al­lensbach durch eine Zeitstrafe geschwächt war. Ein Treffer der Gäste in Unterzahl und eine fol­gende Zeitstrafe gegen Anton­ewitch verhinderten dann aber das Pforzheimer Happy-End. gl.
HSG Pforzheim: Breinich, Joni­ta – Steegmüller 3, Markovic, An­tonewitch 11/2, Sommerrock 3, Langenberg, Henschel 3, Brei­tenstein, Vyslouzilova 5, Dieck­mann, Schückle.

Eine Fotogalerie zum Spiel gibt es bei PZ-Online zu sehen >

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