Handball-Größen trainieren Nachwuchs bei HSG-Camp

1. April 2015 9:25 Uhr Verein (Info)

Fachkundige Anleitung: Nationalspielerin Shenia Minevskaja übte bei einem Ferien-Camp der HSG mit dem Pforzheimer Nachwuchs (von rechts Jasmin, Giulia und Celina). FOTO: Ketterl

Zwei Nationalspielerinnen üben einen Vormittag lang mit Kindern und Jugendlichen …: Früherer Bundestrainer ist sogar zwei Tage lang zu Gast

RALF KOHLER | PFORZHEIM

Ein Handball-Camp mit hochkarätigen Gästen hat die HSG Pforzheim dem Nachwuchs angeboten. Zusammen mit HSG-Leistungsträgerin Nastja Antonewitch sowie Jugendtrainern der Spielgemeinschaft kümmerte sich gestern und vorgestern der frühere Frauen- und Jugendnationaltrainer Dago Leukefeld um über 30 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 7 und 15. Gestern vormittag waren dann auch noch die deutschen Nationalspielerinnen Anna Loerper und Shenia Minevskaja in der Benckiserhalle zu Gast.

Die beiden laufen – so wie früher Nastja Antonewitch – für den TuS Metzingen auf. In Anlehnung an den Vereinsnamen trägt das Bundesliga-Team den Spitznamen „die Tussies“ und spielt passend dazu in Pink. Diese Details sorgten bei der Fragerunde mit den Spielerinnen für Erheiterung. „Richtig schön“ seien die Trikots, schwärmte die 30 Jahre alte Loerper – und es gebe sie auch zu kaufen. In Richtung eines der Buben in der Runde fügte sie noch an: „Richtige Männer können auch Pink tragen.“ Die Fragen waren teils forsch: „Man ist ja dann irgendwann zu alt für den Sport – was sind dann Eure Pläne“, wollte ein Mädchen wissen. Es sei wichtig, parallel zum Sport ein zweites Standbein aufzubauen, beispielsweise über ein Studium den Einstieg in den Beruf zu schaffen, sagten die Nationalspielerinnen. „Wir verdienen ja auch nicht so viel wie die Männer“, führte Anna Loerper aus. Auf die Nachfrage, wie das komme, erwiderte sie lachend: „Das frag’ ich mich auch schon die ganze Zeit.“ Ihre 22-jährige Mitspielerin lieferte dann eine Erklärung: Ein eher geringes Interesse sorge für relativ wenige Sponsoren und daher eben auch für geringe Verdienstchancen.

Als Insider des Frauenhandballs verfolgte Leukefeld, der regelmäßig Camps betreut, das verbale Ping-Pong-Spiel schmunzelnd. Davor und danach legte der 51-jährige den Schwerpunkt aufs Thema Werfen. „Wenn ich frei bin, werfe ich, wenn ich nicht frei bin, spiele ich ab“, sagte Leukefeld, räumte aber ein, dass das im Spiel nicht so einfach sei. Als Teams gebildet wurden, kam es ihm darauf an, Mädchen und Jungen so wie ältere und jüngere zu mischen: „Es ist wichtig, aus dem Mannschaftsdenken und dem Mannschaftstrott herauszukommen.“

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